Bis Ende Juli werden ausserdem die Verträge ablaufen, dank denen 200 000 Tonnen Unrat aus Neapel in Deutschland entsorgt werden könnte. «Neapel droht ein katastrophaler Sommer», warnte die römische Tageszeitung «La Repubblica».
Bei Sommertemperaturen zwischen 32 und 36 Grad könnten Epidemien ausbrechen, sollten sich auf den Strassen der Region wieder Tausenden von Tonnen Müll ansammeln.
Proteste
Um eine neue Krise abzuwenden, arbeitet De Gennaro an der Öffnung am 20. Mai einer Mülldeponie in Savignano Irpino. Gegen die Deponie protestieren die Einwohner der Kleinstadt jedoch bereits seit Wochen.
Sie meinen, die Deponie sei für die öffentliche Gesundheit gefährlich. Am 5. Juli sollte eine weitere Deponie in Sant'Arcangelo Trimone eröffnet werden.
Mit der Müllkrise in Neapel wird sich Wahlsieger Silvio Berlusconi nach seinem offiziellen Amtsantritt als Regierungschef Anfang Mai auseinandersetzen.
Wie im Wahlkampf versprochen, werde die erste Ministerratsitzung seines neuen Kabinetts in Neapel stattfinden, sagte Berlusconi.
