Anzeige

Wasser wird immer mehr zur Mangelware

Vor allem in Afrika gibt es eine steigende Zahl von Wasserflüchtlingen.
Sonntag, 16. August 2009
Genf/Stockholm - Weltweit wird Wasser ein immer kostbareres Gut. Während einer Woche befassen sich rund 2000 Experten in Stockholm mit dem Problem und suchen nach Auswegen.
Die stetig steigende Nachfrage und die Folgen des Klimawandels erschweren den Zugang zu Süsswasser immer mehr, erklärte UNICEF-Sprecherin Veronique Taveau in Genf. Heute sei es rund eine Milliarde Menschen, die Hälfte davon in Asien, die keinen Zugriff auf Trinkwasser hat.

Dies führe zum Tod von täglich 4500 Kindern unter fünf Jahren, wie die Sprecherin des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF weiter ausführte. Ein Kind in einem Industrieland verbrauche 30 bis 50 Mal mehr Wasser als ein Kind in einem Entwicklungsland.

Die Knappheit an Wasser werde bis 2025 in den Entwicklungsländern um 50 Prozent und in den Industrieländern um 18 Prozent zunehmen. Im Jahr 2030 wird nach UNO-Schätzungen fast die Hälfte der Weltbevölkerung in Gebieten leben, wo Wasser Mangelware ist.

smw/sda