VDA-Präsident Bernd Gottschalk hat eine «Innovationsoffensive zur Einführung klimafreundlicher Technologien» angekündigt. «Es gibt niemanden in dieser Schlüsselindustrie, der dem Klimaschutz nicht die gebührende Aufmerksamkeit widmet», verteidigte Gottschalk die Branche gegen Kritik.
EU will CO2-Reduktion
Die Autobauer in Europa stehen unter enormem Druck, weil die EU-Kommission sie zur drastischen Senkung des Kohlendioxidausstosses von Neuwagen zwingen will. Ihren selbst gesteckten Zielen zum Klimaschutz hinkt die Branche aber weit hinterher.
Für Zündstoff hatte Bundespräsident Horst Köhler gesorgt, der der deutschen Automobilindustrie in der Debatte vorwarf, sie habe bei der Entwicklung umweltfreundlicher Autos kein Ruhmesblatt beschrieben.
Milder Hybrid-Antrieb
Auf der Genfer Messe versuchen die deutschen Autobauer mit verbrauchsarmen Kompakt- und Mittelklassewagen Fuss zu fassen. Mercedes zeigt die C-Klasse mit Abgasreinigungstechnik unter dem Markennamen «Bluetec», der die erst in einigen Jahren verpflichtende Euro-Sechs-Norm schon erfüllen soll.
BMW bringt die überarbeitete 1er-Klasse mit einem so genannten milden Hybrid-Antrieb. Audi zeigt den auf sparsam getrimmten A3 TDIe - das e steht für economy -, dessen 1,9 Liter-Diesel-Motor es sogar auf nur 120 Gramm CO2 bringt. Volkswagen setzt auf den Passat mit «BlueMotion»-Technik, der auf 100 Kilometern 5,1 Liter Diesel verbraucht bei 136 Gramm Kohlendioxid-Ausstoss.
