Laut der gemeinsam vereinbarten Düsseldorfer Erklärung soll unter anderem die Kraft-Wärme-Koppelung ausgebaut werden. Ausserdem sollen Mindestnormen für die Energieeffizienz von Produkten und eine bessere Kennzeichnung eingeführt werden.
Die Europäische Union hatte bei ihrem Klimaschutz-Gipfel vor zwei Wochen vereinbart, den Ausstoss der gefährlichen Treibhausgase im Vergleich zu 1990 um ein Fünftel zu verringern. Sollten andere grosse Wirtschaftsblöcke in Asien und Amerika folgen, will die EU die CO2-Emissionen bis 2020 sogar um 30 Prozent reduzieren.
Warnung vor Banalisierung
Der deutsche Umweltminister Sigmar Gabriel rief zu Sicherheitspartnerschaften und Interessenausgleich mit armen Ländern auf.
Gabriel warnte vor einer «Banalisierung des Klimaproblems» durch «kleinteilige Forderungen». Eine Verdammung des Flugverkehrs oder ein autofreier Sonntag seien keine Lösung. «Wir brauchen eine Umstellung der Energiebasis der Industriegesellschaft, nicht die Abschaffung der Industriegesellschaft», unterstrich der Minister.
Der Vorstandsvorsitzende des Vattenfall-Konzerns, Lars-Göran Josefsson forderte, eine globale Emissionsobergrenze festzulegen. «Die Emissionen der Industrieländer müssen bis Ende des Jahrhunderts auf einen Bruchteil gesenkt werden.» Finanziell stelle dies keine Problem dar, meinte Josefsson. «Die wahre Herausforderung zur Bewältigung des Klimawandels ist politischer Art.»
