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Verkehrschaos in Deutschland und Frankreich

Nicht nur der Schnee auf den Strassen sorgt bei den Autolenkern für Verwirrung.
Sonntag, 5. März 2006
Frankfurt - Anhaltende Schneefälle haben am Wochenende sowohl in Frankreich als auch im Süden von Deutschland für Verkehrsbehinderungen gesorgt.
Auf dem Flughafen in Frankfurt kam es zu erheblichen Verspätungen.

Auf dem grössten deutschen Flughafen in Frankfurt mussten von Freitag bis Samstag zahlreiche Flüge gestrichen werden. Für bis zu 20 000 Passagiere hiess das, umbuchen, im Hotel übernachten oder auf den Zug umsteigen.

In Baden-Württemberg mussten rund 80 Reisende die Nacht in einem Zug und am Bahnhof von Singen verbringen. Nach Angaben der Deutschen Bahn waren sie mit dem «Cisalpino» von Stuttgart nach Mailand unterwegs, als der Schnee die Strecke blockierte.

Zahlreiche Verletzte

Bei Unfällen auf schneebedeckten Strassen wurden zahlreiche Menschen verletzt.

Allein in Baden-Württemberg wurden nach Angaben des Innenministeriums zwischen Freitag- und Sonntagmorgen bei 634 Unfällen 4 Menschen getötet und 104 verletzt.

Auch in Frankreich kam es in Folge der Schneefälle zu Verkehrsbedinderungen und Unfällen. Betroffen waren Regionen in den Alpen, im Zentrum und im Osten Frankreichs. Eine Frau starb, zehn Menschen wurden leicht verletzt.

Notfallplan

In Ostfrankreich strandeten viele Touristen, die auf dem Weg in die alpinen Skistationen waren. Da sie im Auto nicht mehr weiterkamen, mussten rund 2500 Touristen die Nacht in dem Festsaal der Gemeinde von Bourg-Saint-Maurice verbringen.

In Mulhouse konnte wegen des starken Schneefalls kein Karneval gefeiert werden. Die Stadt setzte einen Notfallplan in Kraft. Das gesamte Personal der Stadt wurde zum Schneeschaufeln abgeordnet, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Am Samstag waren zudem bis zu 3000 elsässische Haushalte zeitweise ohne Strom gewesen, weil Äste unter dem Gewicht des Schnees nachgegeben und Stromleitungen gekappt hatten.

rr/sda