Millionen Menschen litten wegen der Umweltverschmutzung ausserdem an chronischen Krankheiten. Sie hätten ein geschwächtes Immunsystem oder ein unterentwickeltes Nervensystem. Kinder seien besonders betroffen. Schadstoffprobleme würden jedoch oft übersehen.
Die zehn gefährlichsten Umweltgifte
Zu den zehn gefährlichsten Umweltgiften gehören Luftschadstoffe in Innenräumen, die Luftverschmutzung in den Städten, ungeklärtes Abwasser, verschmutztes Grundwasser sowie kontaminierte Oberflächengewässer.
Besonders gefährlich sind auch das Recycling von Bleibatterien, der Goldabbau mit einfachen handwerklichen Mitteln, der industrielle Bergbau, das Metallschmelzen und die Metallverarbeitung, radioaktive Abfälle und Abfälle aus dem Uranbergbau. Insgesamt wurden 21 Schadstoffprobleme untersucht.
Feuerstelle beim Kochen
Die Luftbelastung in Innenräumen ist eine oft übersehene Gesundheitsgefährung für die Menschen in Entwicklungsländern. Nach Schätzungen verbrennen 80 Prozent der Haushalte in China, Indien und in Afrika südlich der Sahara Biomassenbrennstoffe für das Kochen in ungenügend belüfteten Räumen. Dadurch sterben drei Millionen Menschen pro Jahr.
Eine akute Bleivergiftung durch unsachgemässes Recyclen von Autobatterien kann tödlich sein. Von der hochgiftige Quecksilber-Amalgamierung, die beim Goldabbau mit einfachen handwerklichen Mitteln eingesetzt wird, seien bis zu 15 Millionen Minenarbeitende betroffen.
