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USA: Wissenschafter warnen vor Fluten und Hitzewellen

Treibhausgase wie CO2 absorbieren von der Erde abstrahlendes Infrarotlicht, was zu einer Erwärmung führt.
Mittwoch, 19. Oktober 2005
Washington - Eine internationale Gruppe von Wissenschaftern warnt in einer neuen Studie zur globalen Erderwärmung vor neuen Fluten, Dürreperioden und Hitzewellen in den USA.
Extreme Wetterlagen würden in den kommenden 100 Jahren häufiger vorkommen und sich verschärfen. Insbesondere an der Golfküste im Süden der USA und an der Westküste werde die Zahl der trockenen Tage zunehmen, heisst es in einem Bericht von Forschern der Purdue Universität US-Bundesstaat Indiana und des Internationalen Zentrums für Theoretische Physik in Triest Italien.

Treibhausgase würden in der Erdatmosphäre Hitze auffangen und im Zusammenspiel mit geographischen Besonderheiten extreme Wetterlagen hervorrufen. Die Wissenschafter rechnen damit, dass sich die Menge an Kohlenwasserstoffen in der Luft in den kommenden 100 Jahren verdoppeln wird.

Bush ignoriert Studien

Trotz mehrerer Studien zur globalen Erderwärmung sieht US-Präsident George W. Bush bislang keinen eindeutigen wissenschaftlichen Nachweis, dass Treibhausgase für die Erderwärmung verantwortlich sind.

Die US-Regierung hat das Kyoto-Protokoll unter anderem mit der Begründung nicht unterzeichnet, dass in den USA Millionen von Arbeitsplätzen gefährdet seien, während die Umweltstandards in Billiglohnländern nicht eingehalten werden müssten.

ht/sda