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USA: Furcht vor Jahrhundertflut

Eine ungewöhnlich ergiebige Schneeschmelze liess die Flüsse anschwellen. (Symbolbild))
Freitag, 27. März 2009
Fargo - Aus Sorge vor einer Jahrhundertflut haben hunderte Einwohner der Stadt Fargo im US-Bundesstaat North Dakota ihre Häuser verlassen. Mitten in der Nacht zum Freitag ordnete die Stadt die Evakuierung eines ganzen Quartiers an.
Zuvor waren an Dämmen am Red River, der durch Fargo fliesst, Risse aufgetreten. Die Dämme drohten zu brechen. Nach Angaben des Wetterdienstes könnte der Pegel des Flusses am Samstag historische 13,1 Meter erreichen. Höchststand seit Beginn der Aufzeichnungen liegt bei 12,2 Meter.

Mindestens 150 Häuser wurden geräumt. Zudem sollten die Patienten aus zwei Spitälern verlegt werden. Seit Donnerstag hatten Helfer Millionen von Sandsäcken aufgeschichtet, um meterhohe Schutzwälle zu errichten.

Eine ungewöhnlich ergiebige Schneeschmelze hatte den Fluss anschwellen lassen. Für die nächsten Tage wurde mit weiterem Schnee gerechnet, gefolgt von heftigem Regen in der kommenden Woche.

Katastrophenalarm ausgerufen

US-Präsident Barack Obama hatte bereits am Dienstag für 34 Landkreise und zwei Indianerreservate in North Dakota Katastrophenalarm ausgerufen.

Mitte der Woche waren entlang des Missouri-River nahe Bismarck, der Hauptstadt von North Dakota, hunderte Menschen in Sicherheit gebracht worden. Dort ging der Pegel inzwischen zurück.

Bereits 1997 mussten tausende Anwohner vor den Fluten des Red River flüchten. Der Pegel erreichte damals zwölf Meter.

ht/sda