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US-Publizist Friedman fordert «grüne Revolution»

Die Zukunft gehöre der Energietechnologie, sagte US-Publizist Thomas L. Friedman.
Donnerstag, 14. Mai 2009
Thun - Mit der Forderung nach einer «grünen Revolution» hat der US-Publizist Thomas L. Friedman am Donnerstag das 11. Swiss Economic Forum in Thun eröffnet. Die Zukunft gehöre der Energietechnologie, sagte der Autor des Bestsellers «Die Welt ist flach».
Friedman forderte neue Strategien und Geschäftsmodelle für ein nachhaltiges und umweltverträgliches Wachstum. In seinem Referat stellte er die Weltwirtschaftskrise in einen direkten Zusammenhang mit dem Klimawandel: «Die Polarkappen und Island schmelzen, Bear Stearns und die Eisbären sterben aus.»

«Die Märkte und Mutter Natur sind aufgelaufen», sagte Friedman. Das Wirtschaftswachstum vor der aktuellen Krise sei weder für die Märkte noch für die Natur nachhaltig gewesen. Das rücksichtslose Verhalten der Menschen trete nun schonungslos zutage.

In der Natur wie in der Wirtschaft seien Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert worden, kritisierte Friedman. Ein Umdenken sei erforderlich. Um aus dem gegenwärtigen Schlamassel herauszufinden, seien «grüne Innovationen» nötig. «Verändern Sie sich oder gehen Sie unter», riet Friedman seinen Zuhörerinnen und Zuhörern.

«Moralischer Kompass» neu ausrichten

Der «moralische Kompass» müsse neu ausgerichte werden, forderte auch Fred Kindle, Partner bei der Beteiligungsgesellschaft Clayton Dubilier & Rice. Ein «Wachstum auf Teufel komm raus» dürfe es in Zukunft nicht mehr geben.

Das Swiss Economic Forum, das sich vor allem an Vertreter von kleinen und mittleren Unternehmen KMU richtet, steht unter dem Motto «ReThink!». Referenten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gehen am Donnerstag und Freitag der Frage nach, welche neuen Werte und Regeln zukunftsweisend sind. Am Anlass nehmen rund 1200 Entscheidungsträger teil.

smw/sda