«Die EU bedauert zutiefst, dass sich die UNO-Kommission nicht auf höhere Ziele zum Klimaschutz, zur Energiegewinnung und industriellen Entwicklung einigen konnte», hiess es in einer Stellungnahme von dem deutsche Umweltminister Sigmar Gabriel und dem Europäischen Umweltkommissar Stavros Dimas.
Der Text sei unausgewogen und hätte stellenweise Rückschritte bedeutet, sagte der Schweizer Delegationsleiter Franz Perrez in einer Stellungnahme zum Schluss der Konferenz.
Klares Signal verfehlt
Der Kommission sei es nicht gelungen, ein klares Signal zu setzen, dass Klimawandel, Umweltverschmutzung, Energieverbrauch und Industrialisierung umfassend angegangen werden müssten.
Das Dokument enthalte sehr problematische Formulierungen, wie beispielsweise die über die Ausdehnung des Energieangebotes durch Nuklearenergie, so Perrez.
Die im Papier vorgeschlagene Aussage, dass nur Armutsbekämpfung und wirtschaftliches Wachstum, nicht aber Schutz der Umwelt übergeordnete Ziele der Entwicklungsländer seien, widerspreche dem Konzept der nachhaltigen Entwicklung fundamental. Aus Sicht der Schweiz solle jede Entwicklung nachhaltig sein, sagte Perrez.
