Die thailändischen Behörden hatten ein chinesisches Labor ausgewählt, um DNA-Analysen durchzuführen. In einem Brief an die Angehörigen schrieb das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA nun, dass das Labor gewisse Schwierigkeiten bei der Identifizierung aufweise.
Deshalb könne es noch einige Zeit dauern, bis die Identifizierung abgeschlossen sei, zitierte die Zeitung Matin Dimanche den EDA-Brief in ihrem Bericht, der vom EDA bestätigt wurde.
Arbeitsaufwand unterschätzt
Das Labor habe bis zum jetzigen Zeitpunkt eine kleine Zahl von Proben durchgeführt, sagte Hansjörg Ritter, Chef der Desaster Victim Identification Group DVI gegenüber der sda. Ritter geht davon aus, dass das chinesische Labor den Arbeitsaufwand unterschätzt habe.
Gleichzeitig betonte er, dass die meisten Identifikationen dank zahnärztlicher Befunden realisiert worden sind. Zusammen mit internationalen Experten arbeitet ein Team von sechs Schweizern seit Mitte Februar in Phuket.
Tausende Opfer des Seebebens wurden bisher identifiziert. Das Schweizer Expertenteam bleibt jeweils vier Wochen vor Ort und wird dann ausgewechselt.
