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Tornados fegen über die USA

Tornado-Serie tötet mindestens 45 Menschen in USA

Ein Tornado: Der Rüssel reicht bis zum Boden und Staub wird aufgewirbelt.
Sonntag, 17. April 2011
Chicago - Eine ungewöhnliche Serie von Tornados hat den USA Tod und Verwüstung gebracht. Nach Medienberichten vom Sonntag starben mindestens 45 Menschen, darunter zahlreiche Kinder.
Die Stürme, oft begleitet von heftigen Regenfällen und Gewittern, verletzten auf ihrem dreitägigen Zug durch mehrere Bundesstaaten von Oklahoma im Mittleren Westen bis Virginia im Osten Hunderte Einwohner. Hunderttausende waren zeitweise ohne Strom.

Der Nationale US-Wetterdienst zählte seit Donnerstag mehr als 100 Tornados. Das ist ein Rekordwert, der wegen weiterhin eingehender Meldungen noch deutlich steigen dürfte. Ein Meteorologe des Fernsehsenders CNN sprach von der schlimmsten Serie an Tornados seit Jahrzehnten. «Das passiert nicht sehr oft in diesem Teil des Landes», sagte Jacqui Jeras.

Über 20 Tote in North Carolina

Besonders hart trafen die Unwetter in der Nacht zum Sonntag den Staat North Carolina. Dort kamen laut der Wetterbehörde mehr als 20 Menschen ums Leben. Rettungskräfte begannen nach Tagesanbruch, weitere mögliche Opfer zu suchen.

In der Grossstadt Raleigh starben den Berichten zufolge drei Bewohner eines Wohnwagenparks, als das Unwetter mehrere der als Häuser genutzten Vehikel zerstörte.

Virginia hart getroffen

Auch der Staat Virginia zählte zu den mindestens sechs Staaten, die massive Sturmschäden zu verzeichnen hatten. Die dortigen Behörden sprachen am Sonntag von vier Toten.

Die Sturmfront hatte in der Nacht zum Freitag zunächst Arkansas besonders schwer getroffen. Dort allein kamen sieben Menschen ums Leben, als entwurzelte Bäume auf Häuser und Wohnmobile stürzten.

So wurden in der Gemeinde Crystal Springs ein Vater und seine 18 Monate alte Tochter von Trümmern im Schlaf erschlagen. Auch ein Junge kam in Arkansas ums Leben.

Schneise der Verwüstung

Der Sturm zog auch eine Schneise der Verwüstung durch Little Rock, die Hauptstadt des Staates. Dort starben nach Medienberichten eine Mutter und ihr achtjähriger Sohn: Die Frau hatte sich zu ihrem verängstigten Kind ins Bett gelegt, als der Sturm durch ihr Wohngebiet raste.

Am Sonntag hatte die Wetterbehörde alle Tornado-Warnungen aufgehoben. Die Wetterlage werde sich vorerst beruhigen.

 

fest/sda