Zehntausende Menschen waren auf der Flucht. Mindestens 14 Menschen seien ums Leben gekommen, berichtete die Behörde für Zivilverteidigung. Das Tiefdruckgebiet hatte einen Durchmesser von 600 Kilometern.
Wasser bis zum Hals
Der heftige Regen traf die Bucht von Manila bei Flut. Deshalb schwappte das Wasser in kürzester Zeit über die Ufersicherungen. Der Verkehr kam fast zum Erliegen. Die Regierungsgebäude, Schulen und die Börse blieben geschlossen. Dutzende Flüge wurden gestrichen, der Fährverkehr eingestellt.
In den Strassen lagen umgerissene Strassenschilder, Müllcontainer und abgestürzte Dachpfannen. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, darunter das einer Notunterkunft, in der 500 Menschen Zuflucht gesucht hatten. Im Spital der Hauptstadt mussten Patienten aus dem Erdgeschoss, wo das Wasser bis zum Hals reichte, in Sicherheit gebracht werden.
In den Stadtteilen Ermita und Malate an der Bucht befinden sich zahlreiche Hotels für Touristen und Geschäftsleute. Dort stand das Wasser teilweise 1,50 Meter hoch in den Strassen. Von vielen Autos waren nur noch die Dächer zu sehen.
Vermisste und Gerettete
In Manila wurde eine Frau von einem umstürzenden Baum erschlagen, wie die Behörde für Zivilverteidigung berichtete. Drei Kinder und ihre Oma starben in einem Stadtteil unter einer einstürzenden Mauer. Ein Baby wurde in der Provinz Catanduanes von einem reissenden Fluss fortgerissen. Ein Mann wurde von einem Erdrutsch begraben, ein weiterer starb im Norden des Landes bei einem Verkehrsunfall.
Vier Fischer wurden als vermisst gemeldet. Mehr als 50 weitere wurden entlang der Ostküste der Philippinen gerettet, nachdem ihre Boote in der stürmischen See gekentert waren.
