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Swiss Re-Chef Coomber zum Klimawandel

Entwurzelter Baum nach dem Sturm "Lothar".
Sonntag, 23. Januar 2005
Zürich - Der Rückversicherungskonzern Swiss Re hat einen Anstieg der Schäden durch Naturkatastrophen festgestellt. Kunden, die schädliche Emissionen verursachen, müssen sich auf höhere Prämien gefasst machen.
"In Zukunft werden wir das Verhalten der Kunden bezüglich Emissionen vermehrt einbeziehen", sagte Swiss Re-Konzernchef John Coomber in einem Interview mit der NZZ am Sonntag.

"Wir wissen aus einer Studie, die wir bei Kunden durchgeführt haben, dass über die Hälfte den Klimawandel als Problem bezeichnet, die wenigsten aber eine Strategie diesbezüglich besitzen", sagte Coomber.

Anstieg der Schäden

Grundsätzliche beobachte die Swiss Re einen Anstieg der Schäden durch Naturkatastrophen. Ungewöhnlich an 2004 sei vor allem, dass so viele Wirbelstürme hintereinander eingetroffen seien.

Statistisch könne bis heute nicht nachgewiesen werden, dass das häufigere Auftreten und die zunehmende Heftigkeit von Stürmen mit dem Klimawandel zusammenhänge.

Der Verdacht von SwissRe

"Wir haben den Verdacht, dass es so ist, sagte Coomber. Anders sehe es bei Überschwemmungen und Trockenheit aus: Hier gebe es klare Hinweise, dass ein Zusammenhang zum Klimawandel bestehe.

bsk/sda