Durch den verstärkten Beitrag der Stiftung Klimarappen wird die Schweiz ihr CO2-Reduktionsziel voraussichtlich erreichen.
Die Schweiz muss ihre CO2-Emissionen im Zeitraum 2008 bis 2012 gegenüber 1990 um 10 Prozent bzw. um 20 Millionen Tonnen senken. Gemäss aktuellen Berechnungen des Bundesamtes für Umwelt BAFU verfehlt die Schweiz ihr Reduktionsziel gemäss CO2-Gesetz um 2,5 Millionen Tonnen CO2. Die Ziellücke ist das Resultat von Verzögerungen bei der Einführung verschiedener klimapolitischer Instrumente des Bundes.
In einer ersten Vereinbarung mit dem UVEK hatte sich die Stiftung verpflichtet, zwischen 2008 und 2012 insgesamt 9 Millionen Tonnen CO2-Reduktionen zu erzielen, davon maximal 8 Millionen Tonnen im Ausland mittels Zukauf von Zertifikaten.
Inlandkompensationen bei 16,6 Prozent
Seit dem 1. Oktober 2005 erhebt die Stiftung dafür eine Abgabe von 1,5 Rappen pro Liter auf allen Benzin- und Dieselimporten. Wie die Stiftung bereits in ihrem Businessplan im Juni 2007 angezeigt hatte, können die Ziele der bestehenden Vereinbarung erreicht werden, ohne die verfügbaren finanziellen Mittel auszuschöpfen.
Die Stiftung Klimarappen verpflichtet sich damit zu einer Reduktion von insgesamt 12 Millionen Tonnen CO2, davon mindestens 2 Millionen Tonnen im Inland. Mit dem Abschluss dieser Zusatzvereinbarung wird die Schweiz ihr CO2-Reduktionsziel voraussichtlich erreichen.
Per Ende 2008 hatte die Stiftung 2,2 Mio. Tonnen CO2-Emissionsreduktionen im Inland im Zeitraum 2008 bis 2012 unter Vertrag. Zudem hat die Stiftung Kaufverträge über die Lieferung von 9,4 Mio. Zertifikaten aus Projekten im Ausland abgeschlossen. Jedes Zertifikat entspricht dabei einer Tonne CO2-Reduktion, schreibt die Stiftung weiter.
