Nach dem Beschluss des Nationalrates wird die Mineralölsteuer auf Erdgas und auf Flüssiggas um 40 Rappen pro Liter «Benzinäquivalent» gesenkt.
Eine links-grüne Kommissionsminderheit wollte die Ermässigung beim Flüssiggas wie der Ständerat auf 20 Rappen beschränken, hatte aber das Nachsehen.
Unterschiede nicht gross genug
Die Flüssiggase Propan und Butan hätten eine nur halb so gute CO2-Bilanz wie Erdgas, sagte der Grünliberale Martin Bäumle ZH.
Die Mehrheit und Finanzminister Hans-Rudolf Merz stellten fest, dass die lufthygienischen Unterschiede nicht derart gross seien, dass sich eine unterschiedliche Besteuerung rechtfertige.
Nicht mehr strittig war die Steuerbefreiung für inländische Treibstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen wie Biogas, Bioethanol oder Biodiesel.
5 Prozent durch grünen Treibstoff ersetzen
Einverstanden erklärte sich der Nationalrat nun auch damit, dass der Bundesrat die steuerfreien Importmengen unter Berücksichtigung des Inlandangebots bestimmt. Zunächst hatte er die Einfuhren auf anfänglich 150 Millionen Liter begrenzt.
In einem andern Punkt widersetzte sich der Nationalrat dem Ständerat. Stillschweigend lehnte er es ab, dass der Bundesrat eine Mindestquote für die Beimischung von Biotreibstoffen festlegen kann.
Angestrebt wird, die rund 7 Milliarden Liter Benzin zu 5 Prozent durch grünen Treibstoff zu substituieren.
