63'800 Arten vom Aussterben bedroht
Mehr als ein Viertel der gut 63'800 Arten sind laut einer Auflistung der Weltnaturschutzunion IUCN vom Aussterben bedroht. Besonders stark bedroht sind mehr als 40 Prozent der Amphibien-Arten, ein Drittel der Korallen und ein Viertel der Säugetiere.
Innerhalb einer Woche wurden in Hyderabad 400 weitere Pflanzen- und Tierarten auf die «Rote Liste» der vom Aussterben bedrohten Arten aufgenommen. Ausdrücklich begrüssten Naturschutzorganisationen auch die Ergebnisse, die in Hyderabad beim Wald- und Meeresschutz erzielt wurden.
So seien 48 ökologisch bedeutsame Meeresgebiete in der Karibik, dem westlichen Atlantik und dem südwestlichen Pazifik anerkannt worden, erklärte der WWF. Damit komme man dem vor zwei Jahren beschlossenen Ziel näher, zehn Prozent der Meere unter Schutz zu stellen.
Finanzierung umstritten
Die Finanzierung des Artenvielfalt-Schutzes war lange umstritten. Vor allem die Industriestaaten stemmten sich dagegen, den Löwenanteil übernehmen zu müssen. In einer langen Nachtsitzung wurde schliesslich doch noch ein Kompromiss gefunden.
Vor zwei Jahren hatten sich die UNO-Staaten im japanischen Nagoya bis zum Jahr 2020 ehrgeizige Ziele zum Schutz der Artenvielfalt gesteckt. Die erhöhten Ausgaben sollen der Einigung zufolge nun von 2015 an bis mindestens 2020 zur Verfügung gestellt werden.
