Wenn man also nicht auf eine eigene Solaranlage setzt, verschenkt man bares Geld. Noch vor wenigen Jahren war die Technik sehr teuer und kompliziert, aber mittlerweile hat sich einiges auf dem Gebiet geändert. Tatsächlich macht sich die Anschaffung von Solarpanels mittlerweile viel schneller bezahlt als früher.
Besonders gut klappt das in den Bergen. Wenn dort im Frühling noch Schnee liegt, spiegelt sich das Licht und bringt extra viel Energie. Aber auch im Flachland lohnt sich die Sache absolut. Man benötigt lediglich eine solide Ausrüstung auf dem Dach. Ein gutes Solarpanel fängt das Tageslicht zudem auch dann noch ein, wenn grauer Nebel am Himmel hängt.
Auf die richtige Ausrichtung kommt es an
Viele sind der Meinung, dass Solaranlagen unbedingt komplett nach Süden zeigen müssen. Das ist aber nur bedingt richtig. Eine reine Südanlage produziert den meisten Strom genau am Mittag. Zu dieser Zeit sind die meisten Menschen bei der Arbeit, die Kinder in der Schule, und das Haus verbraucht kaum Strom. Den meisten Strom verbrauchen Familien normalerweise morgens nach dem Aufstehen und abends nach der Arbeit. Da die Einspeisevergütung, also das Geld, das man bekommt, wenn man den Strom ins öffentliche Netz leitet, normalerweise niedriger ist als der Preis, den man für eingekauften Strom zahlt, lohnt sich das kaum noch. Man produziert mittags massig billigen Strom für andere und muss morgens und abends teuren Strom bezahlen.
Wenn man allerdings die Solarpanels clever aufteilt und eine Hälfte nach Osten und die andere nach Westen legt, verteilt man den eigenen Strom über den ganzen Tag.
- Die Ostseite: Liefert den Strom am Morgen für die Kaffeemaschine und den Start in den Tag.
- Die Westseite: Übernimmt am Abend, wenn gekocht wird und der Fernseher läuft.
- Die Südseite: Bringt zwar mittags am meisten Strom, aber da ist oft niemand zu Hause.
Das Wetter und die Sache mit der Hitze
Man muss beim Thema Solarpanel auch das Wetter in der eigenen Region im Blick behalten. Bei starkem Wind oder Föhn müssen die Halterungen auf dem Dach richtig festsitzen. Ein Sturm darf den Platten nichts anhaben.
Und noch ein Punkt ist für viele überraschend: Ein Solarpanel braucht zwar viel Licht, aber keine extreme Hitze. Wenn es im Sommer richtig heiss wird, sinkt die Leistung der Module sogar ein bisschen. Deshalb ist es wichtig, dass unter den Platten genug Luft durchgehen kann. Das kühlt die Anlage ganz von allein ab und hält die Stromproduktion hoch.
Den eigenen Strom einfach selbst behalten
Am meisten spart man, wenn man den Strom vom Dach direkt selbst im Haus verbraucht. Es ist allerdings nicht verkehrt, wenn man sich einen kleinen Speicher zulegt, eine Art Batterie, beispielsweise im Keller. So kann man den Strom von der Mittagszeit einfach aufheben und abends oder in der Nacht verbrauchen.
Das Ganze funktioniert so:
Tagsüber: Die Solaranlage produziert mehr Strom, als im Haus gerade verbraucht wird. Statt diesen Überschuss billig ins Netz abzugeben, fliesst er in die Batterie und lädt sie auf.
Abends und nachts: Sobald die Sonne weg ist, schaltet das System automatisch um. Der Strom für Licht, Fernseher oder den Kühlschrank kommt dann direkt aus der Batterie im Keller, bis diese leer ist.
