Ein schnelles Umsteuern sei nötig, könne aber nicht mehr verhindern, dass die globale bodennahe Mitteltemperatur bis zum Jahr 2100 um 0,6 Grad steigen werde, berichtete die «Financial Times Deutschland» unter Berufung auf die Ergebnisse der UNO-Studie.
In der «Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger» warnt das UNO-Expertengremium IPCC, dass die weitaus meisten Umweltveränderungen mit dem jeweiligen regionalen Temperaturanstieg übereinstimmten.
Betroffen sind alle Weltregionen
Betroffen seien davon alle Weltregionen. Besonders deutlich zeigten sich die Veränderungen durch die Schnee- und Eisschmelze in Arktis und Antarktis sowie bei Gletschern. Kleine Gletscher würden in Europa vermutlich ganz verschwinden, grosse um bis zu 70 Prozent schrumpfen.
Wirtschaftliche Auswirkungen haben die Umwelt- und Klimaveränderungen dem Bericht zufolge schon heute: «Die globalen wirtschaftlichen Verluste durch Unfälle, die auf das Wetter zurückzuführen sind, sind seit den 70er Jahren deutlich gestiegen.»
Todesfälle und Erkrankungen
Zudem rechnet der UNO-Klimarat fest mit steigenden Zahlen von Todesfällen und Erkrankungen durch Hitzewellen, Überschwemmungen, Unwetter und Dürren. Die Waldbrandgefahr in Nordamerika soll stark zunehmen. Zudem könne die Hitze zu mehr Fällen von Lebensmittelvergiftungen führen.
Für UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon ist der Klimawandel für die Menschheit inzwischen eine ebenso grosse Bedrohung wie Kriege. Er werde über dieses wichtige Thema im Juni mit den Führern der sieben führenden Industrienationen und Russlands beim G8-Gipfel in Deutschland sprechen, sagte Ban in New York.
