Mit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls hat sich die Schweiz 2003 verpflichtet, aktiv zum Klimaschutz beizutragen: Bis 2012 muss sie den Ausstoss von Treibhausgasen um 8 Prozent unter das Niveau des Jahres 1990 senken.
Neuste Berechnungen des Bundesamtes für Umwelt BAFU haben nun ergeben, dass die Treibhausgasemissionen bis 2012 im Inland um rund 2,1 Millionen Tonnen CO2 reduziert werden, wie das BAFU mitteilte. Im Ausland muss der Ausstoss um 1,6 Millionen Tonnen zurückgehen.
Holznutzung berücksichtigt
Neu ist, dass bei den Modellrechnungen erstmals die erhöhte Holznutzung berücksichtigt ist. Das BAFU geht davon aus, dass diese in den kommenden Jahren weiter zunimmt, der Wald somit weniger CO2 binden kann. Die Mehrnutzung hat aber auch eine positive Wirkung auf die Klimabuchhaltung: Das Holz ersetzt Erdöl und die CO2-intensiveren Baustoffe Beton und Stahl.
Der Schweizer Wald trägt also dazu bei, dass 0,7 Millionen Tonnen weniger CO2 ausgestossen werden. Total ergibt sich eine Reduktion auf 48,4 Millionen Tonnen. Zielwert laut Kyoto wären 48,6 Millionen Tonnen CO2-Emissionen.
Fokussierung auf das CO2
In der Schweiz dient das CO2-Gesetz dazu, die Klimaziele im Inland zu erreichen. Es konzentriert sich auf CO2 als das wichtigste aller Klimagase und will dessen Ausstoss für den gleichen Zeitraum um 10 Prozent reduzieren - von 40,9 auf 36,8 Millionen Tonnen.
Hauptverursacher des CO2-Ausstosses sind der Verkehr, die Ölheizungen und die Industrie.
