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Schuldzuweisungen nach Hochwasser

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder.
Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber.
Mittwoch, 24. August 2005
München/Wien - Während die Menschen in Südbayern die Aufräumarbeiten in Angriff nahmen, lieferten sich deutsche Spitzenpolitiker einen heftigen Schlagabtausch.
Bundeskanzler Gerhard Schröder SPD versprach dem hochwassergeplagten Bayern zwar Bundeshilfe, kritisierte aber zugleich das CSU-geführte Bundesland: Bestimmte Vorsorgemassnahmen seien in Bayern dem Spardruck zum Opfer gefallen.

Unions-Politiker wiesen die Kritik einen Monat vor der geplanten Bundestagswahl empört zurück. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber CSU unterstrich, seit dem Pfingsthochwasser 1999 habe der Freistaat über 670 Millionen Euro 1 Mrd. Fr. investiert, mehr als jedes andere Land. Er kündigte ein Hilfspaket für die Opfer an.

Erste Aufräumarbeiten

In Südbayern machten die abfliessenden Wassermassen das ganze Ausmass der Katastrophe deutlich. Die Rettungskräfte begannen mit ersten Aufräumarbeiten. Die besonders schwer betroffenen Orte Garmisch-Partenkirchen und Eschenlohe waren wieder zugänglich.

Im Nordosten des Freistaats mussten die Menschen hingegen weiter um ihr Hab und Gut zittern, denn an den Unterläufen von Isar, Inn und Donau waren die Höchststände noch nicht erreicht. Gefährdete Orte wie Regensburg und Passau erwarteten indessen einen tieferen Spitzenwert als beim August-Hochwasser 2002.

Alarm auch in Polen

Hochwasseralarm wurde auch im Südwesten Polens ausgelöst. In mehreren Gemeinden waren Flüsse über die Ufer getreten. In Rumänien stieg die Zahl der Todesopfer auf 28; die Hochwasser halten das Land bereits seit zehn Tagen in Atem.

In Südostfrankreich war das Hochwasser dagegen wieder auf dem Rückzug.

bert/sda