Selbst mit Schneepflügen und Spezialfahrzeugen war kein Durchkommen zu den Eingeschlossenen. Nur mühsam konnten die Behörden die Autofahrer mit Benzin, Essen und Decken versorgen. Heftiger Wind und Schneewehen machten die Arbeit der Helfer immer wieder zunichte.
Einige Staaten im Norden der USA leiden unter starken Schneefällen, aber New York, in dessen westlichsten Zipfel Buffalo liegt, war besonders schlimm dran. Jede Stunde fielen den ganzen Tag bis zu fünf Zentimeter Schnee.
Ausserhalb Buffalos wurden gut 80 Zentimeter Neuschnee gemessen. Und es war noch nicht vorbei: Der Nationale Wetterdienst hat weitere Schneefälle angesagt.
In Europa ist das erste Schneechauos des Winters überstanden. Die Strassen sind geräumt, die meisten Züge fahren wieder, die Flughäfen wieder offen. Doch schon am Wochenende könnte es mit neuen Schneefällen erneut schlimm werden auf den Strassen.
Überschwemmungen auf dem Balkan
Nach dem Schneechaos in Europa sind nun Teile des Balkans von schweren Überschwemmungen heimgesucht worden. In einigen Balkan-Ländern wurde der Notstand ausgerufen.
Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, berichteten nationale Medien am Freitag. Besonders der Grenzfluss zwischen Bosnien-Herzegowina und Serbien, Drina, trat über die Ufer und überschwemmte grosse Flächen. In Bosnien wurde die Armee zu Rettungseinsätzen gerufen.
Zwischen Serbien und Montenegro rissen die Fluten des Flusses Lim eine Brücke auf einer Hauptstrasse bei Brodarevo, rund 200 Kilometer südwestlich von Belgrad weg. In Montenegro warnte Innenminister Ivan Brajovic besonders vor dem Hochwasser im Südwesten des Landes.
In Montenegro verliessen mehr als 1300 Menschen wegen der Überschwemmungen ihre Häuser. Mit am härtesten betroffen war die Region um den See Skadar.
Auf der albanischen Seite, rund um die Stadt Shkodra, wurden rund 7000 Menschen in Sicherheit gebracht. Für die Stadt mit ihren über 110'000 Einwohnern wurde der Notstand ausgerufen, weil sie vom Rest des Landes abgeschnitten war.
