Getränkeverpackungen aus Glas, Aluminium und PET müssen heute laut VGV eine Verwertungsquote von mindestens 75 Prozent erreichen. Glas erfüllte diese Zielvorgabe wie in den Jahren zuvor deutlich und erreichte 95 Prozent. Auch Aluminiumdosen hielten die Vorgabe der VGV mit 90 Prozent gut ein, wie das BAFU weiter schreibt.
Die Mitglieder des Vereins PET-Recycling Schweiz PRS, die rund 85 Prozent des Schweizer Getränkemarktes vertreten, übertrafen die minimale Quote wie im Jahr zuvor mit 78 Prozent. Das gesamtschweizerische Ergebnis liegt aber jeweils tiefer, weil 15 Prozent der Händler, darunter Denner, nicht Mitglied von PRS sind.
Entsorgungsbeitrag von 4 Rappen
Das ärgert die PRS-Mitglieder: Sie zahlen der PRS auf jede verkaufte PET-Flasche einen Entsorgungsbeitrag von 4 Rappen; dadurch werden ihre Getränke etwas teurer.
Die sogenannten Selbstentsorger hingegen zahlen keinen Rappen und können ihre Getränke deshalb günstiger anbieten. Gleichzeitig profitieren sie aber vom flächendeckend ausgebauten PRS-Sammelnetz.
Finanzielle Beteiligung
Wie der Verein PRS am Montag mitteilte, sind mit diesen «Selbstentsorgern» derzeit Verhandlungen über eine finanzielle Beteiligung im Gang. Damit soll ein staatlich aufgezwungenes PET- Pfand verhindert werden.
Das heutige Modell steht umso mehr auf wackligen Füssen, als in den letzten Monaten mehrere wichtige PRS-Mitglieder laut über einen Austritt aus dem Verein nachdachten. In diesem Fall wäre die PRS laut BAFU mittelfristig nicht mehr in der Lage, das Sammelsystem kostendeckend zu finanzieren.
