Hunderte Menschen wurden bei den Bränden verletzt. Tausende Bewohner verloren ihr Hab und Gut. Ganze Dörfer sind in Schutt und Asche gelegt.
Auch Biosphärenreservate betroffen
Nach Darstellung des Leiters des nationalen Krisenzentrums, Wladimir Stepanow, brennen rund 5000 Quadratkilometer Fläche. Betroffen seien auch Biosphärenreservate - wie etwa in Rjasan, rund 200 Kilometer südöstlich von Moskau.
Die Behörden meldeten erste Festnahmen von Brandstiftern und Plünderern, die versucht hätten, sich an der Katastrophe zu bereichern.
Krisensitzung in Moskau
Der russische Regierungschef Wladimir Putin rief die Gouverneure der betroffenen Regionen für diesen Montag zu einer Krisensitzung nach Moskau zusammen. Bei Moskau und Nischni Nowgorod begannen Soldaten damit, Rohrleitungen zu verlegen, um Wasser in die Brandherde zu pumpen.
Auch die Moskauer Innenstadt war durch den Brandrauch in einen dichten Nebel gehüllt. Russland erlebt derzeit eine Hitze und Trockenheit wie seit mehr als 130 Jahren nicht mehr.
Die Temperaturen in der russischen Hauptstadt sollen bis Ende der Woche auf mehr als 40 Grad Celsius steigen, sagten Meteorologen. Die Dürre hat bereits auch grosse Teile der Ernte vernichtet. Die Schäden gehen nach Schätzungen in die Milliarden.
