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Romandie leidet unter Trockenheit

Der Jura ist stark von unterirdischem Trinkwasser abhängig.
Montag, 28. September 2009
Bern - Im Gegensatz zur Deutschschweiz herrscht in der Romandie Trockenheit. In einigen Westschweizer Kantonen dürfte es 2009 so wenig Niederschläge geben wie in den Extremjahren 2003 und 1976.
Diese Situation hat mehrere Westschweizer Kantone dazu bewogen, Massnahmen gegen den Wassermangel zu ergreifen. Im Jura etwa ruft eine lokale Umweltschutzorganisation die Bevölkerung dazu auf, den Wasserverbrauch einzuschränken. Im Hauptort Delsberg wurde für Swimmingpools eine Abgabe eingeführt, um Wasservergeudung zu vermeiden.

Die akute Trockenheit ist im Jura besonders problematisch, weil der Kanton stark von unterirdischem Trinkwasser abhängig ist. Unterhalb der Norm liegen die Grundwasserspiegel ebenfalls in den Kantonen Genf, Wallis und Neuenburg. Dort ist es so trocken wie in den letzten fünf Jahren nicht mehr.

Um eine Verschärfung der Situation zu vermeiden, gilt in Freiburg, Waadt und Genf ein Verbot für landwirtschaftliche Pumpen. Im Wallis ist in der Nähe von Wäldern aufgrund der Trockenheit nach wie vor ein Feuerverbot in Kraft.

Herbstregen ausgeblieben

Das Problem der Trockenheit verschärfe sich dadurch, dass bisher die traditionellen Herbstregen ausgeblieben seien, sagte Lionel Fontana, Meteorologe bei Meteoschweiz gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

In der Deutschschweiz wurden dagegen «relativ normale Niederschlagswerte» verzeichnet, wie Emanuele Zala von Meteoschweiz sagte. Eher trockener als sonst sei es vor allem in den Voralpen im Raum Luzern sowie in Chur und um den Gotthard. Dort liege die Niederschlagsmenge leicht unter dem Mittel, aber nicht aussergewöhnlich tief.

ht/sda