Zehntausende ohne Strom
Etwa 150'000 Menschen waren auch am Freitag ohne Strom, tausende hatten kein fliessendes Wasser. Nach Polizeiangaben wurden elf Menschen wegen Plünderungen festgenommen.
Bei der neuerlichen Bergungsmission handelt es sich um den grössten Armee-Einsatz im Inland seit 30 Jahren. Nach der Hochwasserkatastrophe in Queensland im Januar waren 1500 Soldaten für Hilfsarbeiten abbestellt worden.
Beim Durchzug des Zyklons gab es nach ersten Erkenntnissen zwar keine unmittelbaren Todesopfer, ein junger Mann erstickte jedoch in einem geschlossenen Raum an giftigen, von einem Generator erzeugten Dämpfen.
Zudem wurden nach Angaben der Rettungskräfte zwei Menschen vermisst. Die Regierungschefin von Queensland, Anna Bligh, sagte, bei den Aufräumarbeiten könne es «in den kommenden Tagen einige traurige Nachrichten geben».
Menschen früh gewarnt
Der australische Wetterdienst hatte bereits frühzeitig vor dem Wirbelsturm gewarnt, die Behörden konnten die Menschen daher rechtzeitig in Sicherheit bringen und so eine grössere Katastrophe verhindern.
Doch erst nach und nach wird das ganze Ausmass der Verwüstungen deutlich. «Yasi» war in der Nacht zu Donnerstag mit einer Sturmgeschwindigkeit von 290 Kilometern pro Stunde auf die dichtbesiedelte Küste von Queensland getroffen. Er war der erste Tropensturm der höchsten Kategorie in der Region seit 1918.
