Die unter der linksgerichteten Regierung von Präsident Luiz Lula da Silva verschwundene Fläche entspricht etwa der halben Fläche der Schweiz.
Negative Überraschung
Dies bedeutet eine Zunahme um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr, hiess es unter Berufung auf Satellitendaten des Weltraum-Instituts INPE. Wir sind überrascht. Diese Zahlen hätten wir nie erwartet, sagte Umweltministerin Marina Silva.
Die Umweltschutzgruppe Greenpeace sprach in Brasilien von einem schweren Schlag gegen das Programm für nachhaltige Entwicklung des Amazonas-Regenwalds Lulas. Am schlimmsten von der Urwaldvernichtung wurde im vergangenen Jahr das Bundesland Mato Grosso betroffen.
Dort wurden laut INPE 12 586 Quadratkilometer zerstört, etwa 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Greenpeace macht für diesen Umstand den in Mato Grosso tätigen Sojabaron Blairo Maggi verantwortlich, der als einer der grössten Sojaproduzenten der Welt gilt.
Die bislang grösste Urwaldzerstörung war in Brasilien im Jahr 1995 registriert worden. Damals wurden 29 000 Quadratkilometer vernichtet.
