Das Hochwasser habe Ernte und Lebensmittel im Wert von mehreren Milliarden Dollar vernichtet, sagte Gilani. Brücken und Strassen seien fortgespült worden. Die Fluten hätten Infrastruktur zur Kommunikation und zur Energieversorgung zerstört.
Immer mehr Opfer
Bei dem Hochwasser wurden nach Gilanis Angaben 1384 Menschen getötet und 1630 weitere Menschen verletzt. Mehr als 1000 Menschen starben alleine in der nordwestpakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa. 730'000 Häuser seien durch das Hochwasser zerstört worden.
Gilani rief das Ausland dazu auf, Pakistan «eine helfende Hand zu reichen, um dieses Unglück zu bekämpfen».
In der Bevölkerung macht sich unterdessen immer mehr Wut auf die Regierung breit. Die Gefahr von sozialen Unruhen steigt. Betroffene werfen der Regierung vor, auf die Krise zu langsam reagiert zu haben.
Keine Feier am Unabhängigkeitstag
Wegen der Flutkatastrophe beging Pakistan den 63. Jahrestag der Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft ohne offizielle Feierlichkeiten. Präsident Asif Ali Zardari und das Militär sagten die Zeremonien für den Nationalfeiertag am Samstag ab.
Die Organisation «Ärzte ohne Grenzen» sieht derzeit noch keine Anzeichen für eine Cholera-Epidemie in den überfluteten Gebieten Pakistans. Für eine Entwarnung sei es aber zu früh. Viele Gebiete seien noch gar nicht zugänglich.
