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Ozonloch verschwindet in 60 Jahren

In der Atmosphäre befindet sich mehr FCKW als erwartet.
Donnerstag, 8. Dezember 2005
London - Das Ozonloch über der Antarktis verschwindet nach einer neuen Analyse vermutlich erst in 60 Jahren, 15 Jahre später als bislang erwartet.
Grund dafür seien bestimmte schädliche Fluorchlorkohlenwasserstoffe FCKW, die trotz eines weltweiten Produktionsverbots weiter in die Atmosphäre entwichen, berichtete das britische Fachjournal «Nature» auf seiner Internetseite.

Hautkrebs

FCKW seien noch in alten Kühlschränken, Feuerlöschern und Klimaanlagen vorhanden, erläuterten Forscher bei einem Treffen der amerikanischen Geophysiker-Union in San Francisco.

Durch die Zerstörung der Ozonschicht gelangt mehr UV-Licht auf die Erdoberfläche. Bei Menschen kann dies zu Hautschäden bis hin zum Hautkrebs führen.

Loch schliesst sich 2065

In der Atmosphäre fänden sich mehr FCKW als erwartet, ergaben übereinstimmend die Untersuchungen verschiedener Forscherteams sowie Modellstudien. «Wir gehen nun von einem Zeitrahmen bis etwa 2065 aus», sagte John Austin, ein Spezialist für Computermodelle am geophysikalischen Labor in Princeton, bis sich das Loch schliesse.

Laut Messungen der US-Raumfahrtbehörde NASA war das Ozonloch über der Antarktis im Herbst 24,3 Millionen Quadratkilometer gross - das entspricht mehr als der doppelten Fläche Europas. Das kleinere Ozonloch über der Arktis könnte bereits um 2030 verschwinden, prognostizierten die Forscher.

/sda