Die Rettungsarbeiten gingen am Wochenende weiter. Am Montag soll entschieden werden, ob sie eingestellt werden und ob die Unglücksstelle zu einem Friedhof erklärt wird.
Die Gefahr eines neuen Erdrutsches und die Erschöpfung der Mitarbeiter der Rettungsmannschaften könnten zu dieser Entscheidung führen, erklärte der Conred-Leiter Alejandro Maldonado. Ein von der mexikanischen Regierung entsandtes Notfallteam war bereits am Freitag abgezogen worden.
Knapp 200 Häuser zerstört
Tagelange starke Regenfälle hatten den Erdrutsch in der hauptsächlich von Armen bewohnten Siedlung Cambray II am Rande von Guatemala-Stadt ausgelöst. Die Schlammlawine begrub oder zerstörte knapp 200 Häuser. Einige von ihnen wurden bis zu 15 Meter weit bewegt, wie ein Mitglied der Rettungsmannschaften der Zeitung «Prensa Libre» sagte.
Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen mutmasslicher Fahrlässigkeit der Behörden eingeleitet, da wiederholt vor der Gefahr von Erdrutschen in der Siedlung gewarnt worden war.
