Anzeige

Obama für rasches Kyoto-Nachfolgeabkommen

Sehr teures Projekt: Barack Obama.
Samstag, 18. April 2009
Washington/Istanbul - Obama meint es ernst mit Kyoto: Dies machte der US-Präsident bereits vergangene Woche auf seiner Europareise klar. So sagte er, es sei ein Fehler gewesen, dass die USA das Kyoto-Abkommen nicht ratifiziert hätten.
Wenn die steigenden Temperaturen nicht gestoppt würden, drohten «verheerende Folgen» für die Welt, warnte der US-Präsident bei einem Treffen mit Studenten in Istanbul.

Allerdings werde die Umsetzung klimapolitischer Ziele sehr schwierig. «Ich will hier nicht lügen», so Obama. Das Projekt sei «sehr schwer und sehr teuer». Jedes Land werde sich bei der Umsetzung schwertun, weil die Kosten sowohl die Wirtschaft als auch die Konsumenten belasten würden.

Obama betonte auf die Frage eines Studenten, ob sich denn unter seiner Präsidentschaft wirklich etwas ändern werde, dass die Neuausrichtung der US-Politik Zeit brauchen werde. «Das Staatsschiff zu bewegen braucht seine Zeit, es ist wie ein grosser Tanker.».

«Amerika ist anders»

Er wandte sich gegen Vorurteile, denen zufolge die USA «selbstsüchtig und grob» sei. Amerika, «wie ich es kenne und liebe» sei anders. Es sei überall notwendig «die Mauern des Misstrauens» zu überwinden.

Die Europareise von US-Präsident Barack Obama hat nach Einschätzung des Weissen Hauses wichtige politische Fortschritte gebracht und das Ansehen der USA nachhaltig verbessert. «Es war ein grosser Erfolg ... und eine enorm produktive Reise», sagte Obama- Chefberater David Axelrod. Obama besuchte auf seiner achttägigen Reise fünf europäische Länder.

co2-handel.de/news.ch mit Agenturen