Die Organisation warnte vor einem «Domino-Effekt» bei den Folgen solcher Katastrophen, der in einer globalisierten Welt weit über die direkt betroffenen Länder hinausgehe.
«Die vergangenen Jahre haben einen dramatischen Anstieg der Häufigkeit und Schwere von Katastrophen gebracht», erklärte die OECD. «Der Trend geht zu einer grösseren Schadensanfälligkeit und grösseren Schäden.» Der versicherte Teil der Schäden sei dabei nur «die Spitze des Eisbergs».
Tatsächliche Schäden weit grösser
So sei beim Hurrikan «Katrina» im Süden der USA vor einem Jahr ein Versicherungsschaden von 35 bis 45 Mrd. Dollar entstanden. Der tatsächliche Schaden werde aber auf 135 Mrd. Dollar geschätzt.
In Schwellenländern gehe die Schere noch weiter auseinander, erklärte die OECD. Demnach verursachten die Flutkatastrophen von 1996 und 1998 in China wirtschaftliche Schäden von 54 Mrd. Dollar. Versichert gewesen seien nur ein bis drei Prozent dieser Summe.
Mit dem Netzwerk zu Grosskatastrophen soll laut OECD besser abgeschätzt werden, wie die finanziellen Folgen von Grosskatastrophen wie Unwetter, Terroranschläge oder Epidemien gehandhabt werden können. Dabei soll auch überprüft werden, ob Finanzinstitutionen ausreichend abgesichert sind, um in solchen Fällen schweren Turbulenzen zu widerstehen.
