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Neuschnee verschärft die Lawinensituation

Auch am Grossen Sankt Bernhard herrscht grosse Lawinengefahr.
Montag, 27. April 2009
Bern - Bis zu 70 Zentimeter Neuschnee oberhalb von 2000 Metern haben die Lawinenlage in den Alpen verschärft. Mächtige Triebschneeansammlungen sind entstanden. Bereits gingen in den Hauptniederschlagsgebieten Lawinen bis in die Täler nieder.
Wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung mitteilte, dürfte es auch am Dienstag ausser am östlichen Alpennordhang ergiebig schneien. Die Schneefallgrenze sinkt auf etwa 1300 Meter über Meer.

Im Aletschgebiet, in den Vispertälern, am Alpenhauptkamm vom Grossen Sankt Bernhard bis zum Oberalppass und im Tessin herrscht damit grosse Lawinengefahr Stufe 4. In einigen Gebieten sind dadurch exponierte Verkehrswege gefährdet. In bereits schneegefüllten Lawinenzügen können Lawinen bis in tiefere Lagen vorstossen.

Kritische Verhältnisse im Wallis und in Graubünden

Am westlichen und zentralen Alpennordhang ohne dem Gotthardgebiet, im übrigen Wallis und Graubünden ist mit erheblicher Lawinengefahr Stufe 3 zu rechnen. Für Touren herrschen gemäss dem Institut kritische Verhältnisse.

Am östlichen Alpennordhang, in Nordbünden und dem übrigen Mittelbünden sowie im Unterengadin nördlich des Inns herrscht mässige Lawinengefahr. Eine vorsichtige Routenwahl sei empfohlen. In allen Regionen seien unterhalb von etwa 2000 Metern über Meer Nassschneelawinen möglich, warnt das Institut.

Am Mittwoch und Donnerstag sollte die Lawinengefahr am schnellsten im Süden abnehmen. Mit der tageszeitlichen Erwärmung steigt sie jeweils wieder etwas an.

tri/sda