Die Lava wälzte sich am Freitag am grössten und aktivsten Vulkan Europas einen Meter pro Minute die Hänge hinab. Italienische Vulkanologen sprechen von einer vergleichsweise hohen Fliessgeschwindigkeit der rot glühenden Gesteinsmasse.
Die Lava habe sich bis auf eine Höhe von 2300 Metern ins Tal gewälzt. In der Nacht hatte es wieder mehrere kleinere Erdbeben gegeben. Ende Oktober waren bei einem Beben im Zuge des Ätnaausbruchs 1000 Menschen obdachlos geworden.
In Venedig sorgten erneute schwere Regenfälle dafür, dass fast die Hälfte der Altstadt Hochwasser meldete. Touristen mussten auf ihren Espresso im Markusplatz-Café verzichten, weil dort das Wasser kniehoch stand.
Wer keine Gummistiefel bei sich hatte, konnte sich in weiten Teilen der Altstadt nur auf Bretterstegen bewegen. Der Tourismus droht zusammenzubrechen, meinte ein Sprecher im staatlichen italienischen Fernsehen.
Auch in anderen Teilen Norditaliens wie Triest und Udine gab es Hochwasser. Heftige Regenfälle führten zu einem Erdrutsch auf der Autobahn Mailand-Turin.
