«Rita» wirbelte am Montagabend Ortszeit südlich der Bahamas und sollte die Inselkette Florida Keys am Dienstag erreichen. Die Windgeschwindigkeit betrug 110 Kilometern in der Stunde - knapp unter Hurrikan-Stärke.
Nach Angaben von Meteorologen ist auf den Florida Keys mit Sturmfluten von bis zu zweieinhalb Metern zu rechnen. Die Behörden für Katastrophenschutz ordneten am Montag die Evakuierung an. Tausende Einwohner und Touristen machten sich auf den Weg nach Norden.
Rückkehr gestoppt
Nagin stoppte wegen «Rita» am Montag sein umstrittenes Rückkehrerprogramm für die Stadtteile östlich des Mississippi, die vor drei Wochen wegen des Hurrikans «Katrina» schwer überflutet worden waren. Er hatte zuvor entgegen den Empfehlungen der Bundesbehörden 200 000 Einwohnern die Rückkehr in Aussicht gestellt.
Nach der Bergung von 90 weiteren Leichen in dem Hurrikan-Gebiet von New Orleans korrigierten die Behörden die Angaben über die Zahl der Todesopfer abermals nach oben. Bis Montag seien 970 Todesfälle bestätigt worden, teilten die US-Behörden am Abend mit.
736 Menschen seien in New Orleans und Umgebung ums Leben gekommen und 218 im Bundesstaat Mississippi. In Florida, Alabama, Georgia und Tennessee wurden 19 Todesopfer bestätigt.
