Innenminister Robert Kalinak berichtete, dass viele Gemeinden überschwemmt worden seien, die noch nie zuvor überflutet wurden. Die dort lebenden Menschen seien unvorbereitet von der Katastrophe getroffen worden.
Statik von Brücken gefährdet
An vielen Eisenbahnlinien der Slowakei seien schwere Schäden entstanden und die Statik zahlreicher Brücken sei gefährdet. Mehr als dreitausend Soldaten sind Fico zufolge im Einsatz, um die örtlichen Feuerwehren zu unterstützen.
In Polen gaben aufgeweichte Dämme dem Druck der Wassermassen stellenweise nach. Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Im Tatra-Kurort Zakopane wurde die Leiche eines 34-jährigen Mannes gefunden, der in der Nacht zum Samstag in einen Bach gefallen war. Ein 87-Jähriger wurde tot aus einem Graben geborgen.
Wasser durchbricht Deich
In Muszyna starb während der Rettungsmassnahmen ein Mann an Herzversagen. Zwei Menschen galten als vermisst. Beim Hochwasser in Mai waren in Polen mindestens 22 Menschen gestorben.
In Slupiec zwischen Krakau und Tarnobrzeg im Süden des Landes durchbrach das Wasser den Deich. Der Gemeinde Szczucin drohe eine Überflutung. Die Rettung von rund 3000 Menschen aus dem gefährdeten Gebiet lief an - die Armee setzte Amphibienfahrzeuge ein, um Menschen und Tiere zu holen.
