Es sei nicht falsch, als Antwort mehr Energie und Nahrung herstellen zu wollen. Wirklich helfen werde aber global gesehen nur eine «Revolution im Bereich Produktivität und Effizienz». Es müssten bei gleicher oder geringerer Produktion bessere Resultate erzielt werden.
In den einzelnen Entwicklungsprojekten seien unter anderem die Qualität der Institutionen, die Rolle der Eliten und das Zusammenspiel öffentlicher und privater Akteure entscheidend. Dazu brauche es leistungsfähige Rechtssysteme und Institutionen.
Es sei unrealistisch zu meinen, diese Entwicklungsarbeit könne privatisiert werden. Dazu brauche es vielmehr eine Organisation, die sich den Herausforderungen anpasse.
Neue Herausforderungen
Calmy-Rey äusserte sich zuversichtlich, dass die reorganisierte Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA wie vorgesehen ab Oktober besser in der Lage sein werde, zur Lösung lokaler und globaler Probleme beitragen zu können.
An der Jahreskonferenz wurden die neuen Herausforderungen anhand der Region Mekong illustriert. Überschwemmungen und Bodenerosion greifen in Ländern wie Vietnam und Laos immer wieder die landwirtschaftlichen Nutzflächen an.
Den klimatischen Bedingungen wurden an der Veranstaltung die wirtschaftliche Entwicklung in der Region gegenübergestellt, namentlich in Vietnam, wo trotz anhaltender Armut ein enormes Wachstum erzielt wird.
