«Unsere Kollegen fürchten jede Menge Opfer.» Allein in der Hauptstadt Port Vila gab es sechs bestätigte Todesopfer, 30 Menschen wurden verletzt.
90 Prozent der Häuser beschädigt
Zyklon «Pam» war in der Nacht zu Samstag über den Inselstaat nordöstlich von Australien gefegt. Er war einer der gewaltigsten Zyklone, die es in der Region bisher gegeben hat. In Port Vila wurden rund 90 Prozent der Häuser beschädigt.
Nach Einschätzung des Präsidenten von Vanuatu ist der Klimawandel für die verheerenden Zerstörungen auf dem Inselstaat durch den Zyklon mit verantwortlich. Baldwin Lonsdale sagte am Montag im japanischen Sendai, die Klimaveränderungen hätten zu dem «Desaster beigetragen».
Notstand ausgerufen
Die kleinen Inselstaaten im Pazifik sind von steigenden Meeresspiegeln im Zusammenhang mit der Erderwärmung besonders schwer betroffen. In Vanuatu und auch im Pazifikstaat Tuvalu wurde der Notstand ausgerufen.
Lonsdale, der in Japan an einer UNO-Konferenz teilgenommen hatte, sollte von dort ins australische Sydney und schliesslich nach Vanuatu zurückfliegen. Den Zyklon bezeichnete er als «Monster». «Wir müssen von ganz vorn wieder anfangen.»