Dann wird das Tunnelgewölbe instand gesetzt und verstärkt. Die Kosten für die Sanierung schätzt der Kanton auf maximal 25 Mio. Franken.
Bereits im Herbst 2006 hatte sich die Kantonsregierung für eine Sanierung des Bauwerks entschieden. Andere Varianten, zum Beispiel der Bau einer neuen Strasse ohne Tunnel, hätten nicht hundertprozentigen Schutz vor Lawinen geboten und wären nicht billiger zu stehen gekommen. Zudem hätte der beschädigte Tunnel in einem komplizierten Bauverfahren aufgefüllt werden müssen.
Der 640 Meter lange Lawinenschutztunnel zwischen Frutigen und Kandersteg im Berner Oberland wurde 2002 in Betrieb genommen. Schon zwei Jahre später musste der Tunnel wegen akuter Einsturzgefahr geschlossen werden.
Ein Gutachten kam zum Schluss, dass der Erddruck durch die Aufschüttungen über dem Tunnel von den Projektierenden unterschätzt wurde. Der Kanton Bern klagte auf Schadenersatz. Der Fall ist hängig und die Verantwortlichkeiten nach wie vor ungeklärt.
Im Rechtsstreit um die zivilrechtliche Verantwortlichkeit für die Schäden scheiterte Ende Frebruar ein Aussöhnungsversuch zwischen dem Kanton Bern und den neun beklagten Firmen. Die Parteien schieben sich gegenseitig die Schuld zu.
