Die Berner Oberland-Bahnen und die Zentralbahn schätzen die Schäden an ihren Anlagen im Lauterbrunnental und in der Region Meiringen/Brienz auf zwei respektive drei bis vier Mio. Franken, wie Sprecher am Dienstag auf Anfrage Angaben der Zeitung "Berner Oberländer" bestätigten.
Das Bahnunternehmen BLS bezifferte den Schaden an der Lötschberglinie am Dienstag auf fünf bis sechs Mio. Franken.
Dazu kommen rund 10 Mio. Franken, welche die Gebäudeversicherung Bern ihren Kunden auszahlen dürfte, und fünf Mio. Franken, welche die Schweizerische Mobiliar aufwenden muss. Diese Zahlen haben die Sprecherinnen der beiden Unternehmen in den letzten Tagen bekannt gegeben.
Geht man von weiteren Kosten bei Gemeinden und Versicherungen aus, kommt man auf mindestens 30 bis 35 Mio. Franken Schäden durch die Hochwasser im Berner Oberland.
Strasse im Dezember wieder zweispurig
Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer gab am Dienstag in Mitholz auch bekannt, dass die beim Unwetter stark beschädigte Kantonsstrasse von Frutigen nach Kandersteg mit dem Mitholztunnel noch vor Weihnachten wieder voll in Betrieb gehen soll.
Derzeit wird der Verkehr je einspurig über die Kantons- und eine seit Jahren bestehende Notstrasse geführt.
Das Bahnunternehmen BLS will die Strecke Frutigen-Kandersteg ab kommendem Montag zumindest eingleisig wieder befahren, wie es am Dienstag mitteilte. Das zweite Gleis kann voraussichtlich erst gegen Ende November fertiggestellt werden.
Laut Egger führte die Kander am 10. Oktober mehr Wasser als beim letzten grossen Hochwasser 2005. Demzufolge habe es sich um mehr als ein Jahrhunderthochwasser gehandelt.
