Anzeige

Mehr Umweltschutz am Grossen Barrier-Riff

Das Great Barrier Reef lockt jährlich eine Million Touristen an.
Mittwoch, 3. Dezember 2003
Sydney - Das Grosse Barrier-Riff in Australien soll vor weiterer Verschmutzung und Überfischung geschützt werden. Die australische Regierung hat die Naturschutzbestimmungen drastisch verschärft.
Für ein Drittel des weltgrössten Korallenriffs werde künftig die höchste Schutzstufe gelten, teilte Umweltminister David Kemp. Bislang galt diese nur für 4,6 Prozent des 345 000 Quadratkilometer grossen Naturwunders.

Die höchste Schutzstufe bedeutet, dass die Fischerei völlig verboten und die Schifffahrt stark eingeschränkt wird. Forscher und Touristen sollen weiterhin Zugang zu dem Riff erhalten, das als grösster lebender Organismus der Welt gilt.

Im vergangenen Monat hatte die Regierung Entschädigungszahlungen an Fischer angeboten. Deren Höhe steht noch nicht fest.

Das Great Barrier Reef lockt jährlich eine Million Touristen an und beschert der Tourismusindustrie Einkünfte von umgerechnet 1,4 Mrd. Euro. Umweltschützer halten den empfindlichen Korallenorganismus wegen der Erderwärmung, Verschmutzung durch Schiffe und Chemikalien und Überfischung für gefährdet.

bsk/sda