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Malediven: Erstmals gewählter Präsident vereidigt

Nasheed bereitet sich auf den Untergang des Archipels vor.
Dienstag, 11. November 2008
Bern - Der frühere politische Gefangene Mohamed «Anni» Nasheed ist als erster demokratisch gewählter Präsident der Malediven vereidigt worden. Der 41-Jährige legte in der Hauptstadt Malé den Amtseid ab.
Nasheed hatte sich Ende Oktober in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen gegen Maumoon Abdul Gayoom durchgesetzt, der die Inselrepublik zuvor 30 Jahre lang autoritär regiert hatte. Der von seinen Anhängern als «Nelson Mandela der Malediven» bezeichnete Nasheed sass in den 90er Jahren sechs Jahre im Gefängnis.

Im Wahlkampf hatte der politisch gemässigte Nasheed ein Ende der Korruption, eine bessere Gesundheitsversorgung für abgelegene Inseln, die Privatisierung staatlicher Handelsunternehmen sowie die Umwandlung des aufwändig gebauten Präsidentenpalasts in die erste Universität des Landes versprochen.

Insel vor Untergang

In einem Interview mit der britischen Zeitung «The Guardian» kündigte er am Montag den Kauf einer neuen Heimat am, sollte die südasiatische Inselrepublik infolge der Klimaerwärmung eines Tages untergehen.

Dafür will er vorsorglich ab sofort einen Teil der Einkünfte aus dem Tourismusgeschäft beiseite legen.

ht/sda