In den kommenden Monaten wird nun in einer Studie untersucht, welche baulichen Massnahmen die besten sind. In Frage kommen eine Bresche im Fels- und Eisriegel vor dem See, ein Stollen und ein Rückhalteraum im Talboden.
Der Gletschersee oberhalb von Grindelwald beunruhige die Experten und Behörden, heisst es in der Mitteilung. Derzeit drohe zwar keine akute Gefahr. Jahr für Jahr werde der See aber immer grösser. In den Sommermonaten entleert er sich jeweils spontan.
Folge von Felssturz und Gletscherrückgang
Der See bildete sich vor zwei Jahren nach einem grossen Felssturz auf den Unteren Grindelwaldgletscher. Er ist auch eine Folge des Gletscherrückgangs. Der Seepegel wird unter anderem mit Videokameras überwacht; am Ausgang der Gletscherschlucht wird zudem der Wasserstand der Lütschine mit Messgeräten kontrolliert.
Im letzten Juni sagten Experten, der See könnte in den nächsten fünf bis zehn Jahren ein Volumen von rund 10 Millionen Kubikmetern erreichen. Dadurch steigt die Gefahr einer Flutwelle in der Lütschine.
