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London verdreifacht City-Maut für Dreckschleudern

Londons Bürgermeister Ken Livingston will die City-Maut für besonders umweltschädliche Autos verdreifachen.
Dienstag, 12. Februar 2008
London - Londons Bürgermeister Ken Livingston will die seit fünf Jahren geltende City-Maut für besonders umweltschädliche Autos verdreifachen. Die Gebühr soll für schwere Geländewagen und andere Luxuswagen ab Oktober von 8 auf 25 Pfund (von 8 auf rund 54 Franken) steigen.
Umweltverträgliche Fahrzeuge sollen hingegen ganz von der Maut ausgenommen werden, wie Livingston am Dienstag mitteilte. Die Maut galt ursprünglich in einer 20 Quadratkilomter grossen Zone um die Londoner City und Westminster.

Im Februar wurde die Fläche fast verdoppelt. Sie umfasst jetzt mit Notting Hill, Knightsbridge und Chelsea auch die Schickeria-Viertel im Westen der Metropole.

«Niemand muss die Umwelt schädigen, indem er mit 'Chelsea-Traktoren' mit enormen Benzinverbrauch in die City rollt,» sagte Livingston bei der Vorstellung des geplanten neuen Gebührenordnung.

Als «Chelsea-Traktoren» bezeichnen die Londoner die allradgetriebenen Fahrzeuge und Luxussportwagen aus dem gleichnamigen Nobel-Stadtteil. Diese stossen nach Angaben Livingstons zum Teil vier Mal soviel Kohlendioxid aus wie schadstoffarme Autos.

Mit seinem Vorhaben wolle er die Bürger zum Umsteigen auf sauberere Autos oder den öffentlichen Nahverkehr ermuntern, betonte der Bürgermeister, der sich im Mai zur Wiederwahl stellt.

smw/sda