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Konzerne starten Klimaschutz-Initiative

Der Versicherungssektor, darunter auch Swiss Re, leidet unter stark gestiegenen Schäden.
Dienstag, 20. Februar 2007
New York - Mit einer gemeinsamen Initiative wollen internationale Grosskonzerne den Kampf gegen den Klimawandel vorantreiben. Von den Regierungen verlangen sie die Festlegung verbindlicher Obergrenzen für den Ausstoss von Treibhausgasen.
Eine Gruppe von 85 Unternehmen verabschiedete in New York die Rahmenerklärung des «Global Roundtable on Climate Change». Zu ihr gehören die deutschen Grosskonzerne Bayer und Allianz, die US-Unternehmen General Electric und Citigroup, die französischen Konzerne Air France und Electricité de France sowie die Swiss Re.

Die Gruppe forderte des weiteren gemeinsame Anstrengungen zum Ausbau der Energieeffizienz und die Förderung sauberer Energiequellen.

Positive Geschäftsmöglichkeiten

Die Konzerne seien überzeugt, dass der Kampf gegen den Klimawandel «positive Geschäftsgelegenheiten schaffen» werde, sagte der Vorstandschef des US-Mischkonzerns General Electrics, Jeffrey Immelt, bei der Vorstellung der Initiative an der Columbia-Universität in New York.

Die Welt der Wirtschaft sei bereit, den Kampf gegen den Klimawandel voranzutreiben. «Allerdings müssen auch Regierungen, die Wissenschaft und regierungsunabhängige Organisationen mit gleicher Kraft voranschreiten», sagte Immelt.

Nichthandeln als grösstes Risiko

Der Chef des weltgrössten Aluminium-Herstellers Alcoa, Alain Belda, räumte ein, die Massnahmen würden «Kosten und Risiken» mit sich bringen. «Ein viel grösseres Risiko wäre es allerdings, nun nicht zu handeln.»

Ziel der Unternehmen ist es unter anderem, durch verbindliche gesetzgeberische Massnahmen zum Klimaschutz Planungssicherheit für ihre Investitionen in einschlägige Technologien zu erhalten.

Versicherer zahlen Rekordsummen

Darüber hinaus leidet insbesondere der Versicherungssektor unter den stark gestiegenen Schäden durch Naturkatastrophen.

Allein im Jahr 2005 zahlten die Versicherungen weltweit die Rekordsumme von 78 Milliarden Dollar für solche Schadensfälle aus.

ht/sda