Der Forscher erklärt dies damit, dass die Kapazität der Ozeane, Wärme aufzunehmen, an ihre Grenzen kommt. Wie stark die Erwärmung ausfällt, hänge viel stärker von der regionalen Wärmeaufnahme der Ozeane ab als bisher angenommen. Der Forscher stellt die Resultate in der Fachzeitschrift «Nature Climate Change» vor.
Ändere sich die Wärmeaufnahme in den Polarregionen, habe dies einen grösseren Effekt auf die globale Temperatur eine Änderung in Äquatornähe, erklärte Frölicher in der Mitteilung. Wie sich das Klima in den nächsten Jahrhunderten entwickelt, sei somit weniger eindeutig als gedacht.
Ein Viertel weniger Ausstoss
Eine um ein Viertel stärkere Klimaerwärmung hiesse auch, dass die Menschheit ein Viertel weniger Treibhausgase ausstossen dürfte, um Klimaziele wie das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. Man geht davon aus, dass bereits 1000 Gigatonnen Kohlenstoff zu einer Klimaerwärmung von zwei Grad Celsius führen. 500 Gigatonnen hat der Mensch bis heute bereits verbraucht.
