Hyes Team hatte in einer Langzeitstudie von 1996 bis 2005 rund um die Forschungsstation Zackenberg im nordöstlichen Grönland systematisch das Verhalten von Pflanzen, Schmetterlingen, Vögeln und anderen Tierarten zum Ende des Winters erforscht.
Jahreszeiten verändern sich
Dabei ergab sich über zehn Jahre eine Vorverlegung von frühlingsgebundenen Entwicklungen oder Aktivitäten wie Wachstum, Blüte oder Eierlegen um durchschnittlich 14,5 Tage.
Bei einigen Arten ermittelten die Dänen sogar eine Vorverlegung um mehr als 30 Tage. Für Europa haben ähnliche Studien einen im Durchschnitt um 2,5 Tage und weltweit einen um 5,1 Tage früheren Frühlingsanfang über zehn Jahre ermittelt.
«Unsere Studie bestätigt, dass sich die Jahreszeiten verändern. Hier geht es nicht einfach nur um ein oder zwei warme Jahre, sondern um einen Trend über ein ganzes Jahrzehnt», sagte Hye.
