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Klimagespräche beendet - Keine Ziele in Papier für Bali

Greenpaece kritisiert die Haltung der Schweiz als «katastrophales Signal für die Entwicklungsländer».
Botschafter Thomas Kolly sagte, man habe nur generell über den Fahrplan für den Klimaschutz gesprochen.
Freitag, 31. August 2007
Wien - In Wien ist das Vorbereitungstreffen für die UNO-Klimakonferenz auf Bali zu Ende gegangen. Nach stundenlangem Feilschen einigten sich die Vertreter von 158 Ländern auf eine «lose Zielvorgabe» für den nächsten Klimagipfel.
Diese Vorgabe für den Gipfel im Dezember auf Bali empfiehlt, dass die Industriestaaten den Ausstoss von Treibhausgasen bis 2020 um 25 bis 40 Prozent unter den Wert von 1990 senken sollten.

Umweltorganisationen wie Greenpeace hatten zuvor kritisiert, dass keine konkreten Ziele zur CO2-Reduktion festgeschrieben wurden. Das sei auch nicht geplant gewesen, sagte die Schweizer Delegation.

«Eine Zahlenaufstellung war nicht auf der Tagesordnung», sagte Botschafter Thomas Kolly, Leiter der Abteilung Internationales des Bundesamtes für Umwelt BAFU, auf Anfrage der SDA. Vielmehr habe man generell über den weiteren Fahrplan für den Klimaschutz gesprochen.

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Demnach werde an der UNO-Konferenz auf Bali das Vorgehen nach Auslaufen des Kyoto-Protokolls im Jahr 2012 diskutiert. Konkrete Ziele zur CO2-Reduktion sollten gemäss dem Fahrplan aber erst 2009 vereinbart werden.

Nachrichtenagenturen und Umweltorganisationen hatten aus Wien berichtet, die Schweiz wehre sich gemeinsam mit Russland, Japan, Kanada und Neuseeland dagegen, im Wiener Grundlagenpapier eine CO2-Reduktion in den Industrieländern von 25 bis 40 Prozent bis 2020 festzuschreiben.

«Keine Verhandlungsrunde»

Auch das Departement von Umweltminister Moritz Leuenberger wies diese Darstellung zurück. «Das Treffen in Wien war nie eine Verhandlungsrunde, sondern ein Vorbereitungsgespräch für nachfolgende Konferenzen», sagte Departementssprecher André Simonazzi.

«Es war nie die Rede davon, in Wien Reduktionsziele festzulegen», betonte Simonazzi. «Das wäre der Schweizer Delegation auch gar nicht möglich gewesen, denn vor Ort waren Experten, die kein Verhandlungsmandat des Bundesrats haben.»

fest/sda