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Keine Verbesserung der Luftqualität in Zürich

Für eine Verbesserung müssten laut Bericht griffige ökonomische Anreize geschaffen werden.
Dienstag, 18. November 2008
Zürich - Die gute Wirtschaftslage der letzten Jahre hat der Umwelt im Kanton Zürich geschadet. Erzielte Erfolge wurden durch das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum grösstenteils wieder zunichte gemacht. Dies zeigt der fünfte Umweltbericht des Kantons.
Vom erlahmenden Umweltschutz besonders betroffen sind die Luftqualität und die Lärmbelastung. Laut dem Umweltbericht wurden bei den Luftschadstoffen seit dem Jahr 2000 keine Fortschritte mehr erzielt.

Die Feinstaub-, Stickstoffdioxid- und Ozonkonzentrationen stagnieren auf hohem Niveau. Ebenfalls keinen Rückgang gibt es laut dem Bericht bei der Anzahl Menschen, die von Schadstoffkonzentrationen über dem Grenzwert betroffen sind.

Auch die Verminderung des Strassenlärms stosse seit längerer Zeit an Grenzen. Hauptgrund dafür sei die zunehemende Mobilität und die Ausdehnung des bereits dicht besiedelten Agglomerations- und Wirtschaftsraumes Zürich.

Wenige Fortschritte

Fortschritte gab es einzig in Bereichen, die erst vor kurzem gesetzlich geregelt wurden, so zum Beispiel im Mobilfunk, oder wenn die notwendigen Massnahmen relativ einfach umzusetzen waren. Als Beispiel nennt der Bericht etwa den Bau von Lärmschutzwänden entlang von Autobahnen oder Eisenbahnlinien.

Wolle man die Umweltsituation verbessern, müssten neue Ansätze gefördert und griffige ökonomische Anreize geschaffen werden, so der Bericht. Am wichtigsten seien momentan Massnahmen im Bereich Verkehr und Wärmeerzeugung, da zahlreiche Umweltauswirkungen mit ihnen verbunden seien.

ht/sda