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Keine Toten auf Salomonen-Inseln nach Wirbelsturm Zoe

Dienstag, 7. Januar 2003
Sydney - Das Schicksal der Bewohner der Salomonen-Inseln nach dem Wirbelsturm Zoe ist geklärt: Alle Bewohner der Pazifik-Inseln haben das vor zehn Tagen wütende Unwetter überlebt.
Ein Schiff der salomonischen Marine erreichte auch die zweite verwüstete Insel Anuta. Alle rund 400 Inselbewohner hätten den Sturm unbeschadet überstanden, teilte eine Mitarbeiterin der Hilfsorganisation World Vision mit.

Sie seien offenbar hinreichend gewarnt gewesen, um ihre Häuser zu sichern und selber Schutz zu suchen. Der Wirbelsturm hatte auch auf der Nachbarinsel Tikopia gewütet. Auch dort überlebten alle Menschen, einige Bewohner wurden verletzt.

Es lägen Informationen vor, wonach rund 90 Prozent der Häuser und 70 Prozent der Gärten auf Anuta in gutem Zustand seien, sagte die Sprecherin. Inzwischen funktioniere auch das Radio auf der Insel wieder. Dem australischen Aussenminister Alexander Downer zufolge waren die Schäden auf Anuta deutlich geringer als auf Tikopia.

Es gibt ausreichend Lebensmittel für zwei oder drei Monate. Die Wasserversorgung auf der Insel ist nicht betroffen, sagte Downer. Am Dienstag sollte sich ein drittes Versorgungsschiff auf den Weg zu den Inseln machen. Es soll vor allem Werkzeug und Baumaterial für den Wiederaufbau liefern.

Anuta und Tikopia waren seit dem Wirbelsturm Ende Dezember von der Aussenwelt abgeschnitten. Bei Überflügen hatten Flugzeugcrews von vollständig zerstörten Dörfern berichtet. Das Schicksal der Bewohner war tagelang völlig ungewiss. Erst am Freitag wurde klar, dass die Menschen in Tikopia den Sturm in Höhlen überlebt hatten.

pt/sda